Schön, dass Sie bei der AÖK reinschauen!

Noch ist auf unserer neugestalteten Website nicht viel zu sehen. Das wird sich schon noch steigern …

Neu: Ein lesenswerter Vortrag von Bischof Heiner Wilmer in der Rubrik Texte.

NEU!

Aufgrund der Corona-Situation müssen wir unsere Jahrestagung in Dresden leider verschieben:

geplant war: Fr., 23. bis So., 25. April 2021
neuer Termin: Fr., 22. bis So., 24. Oktober 2021

Bitte vormerken!

Stand: 21.02.2021

Hier der aktuelle Winter-Rundbrief 2020/21 unserer 1. Vorsitzenden Gudrun Steineck:

Leucht uns entgegen
Mit deinem Licht.
Gott der Klarheit.
Befrei uns von der düsteren Sicht.
Belebe unsere Welt mit deinen Farben

Walter Jens

Ihr Lieben nah und fern,
sehr geehrte Damen und Herren,

diese Worte von Walter Jens haben Sie schon einmal in einem Rundbrief gelesen, aber jetzt haben sie angesichts der nicht enden wollenden Pandemie eine neue Bedeutung gewonnen. Diese Zeit, in der wir nur unter Vorbehalt planen können, Inhalte nur digital verabreden und uns dabei versichern, dass wir uns alle gerne wieder von Angesicht zu Angesicht in die Augen sehen möchten, ist für jeden eine große Herausforderung. Selbst wenn wir auch alte Tugenden wieder entdecken können, wie das Briefeschreiben und unserer Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Aber, wie Sie alle wissen, mussten wir vieles inzwischen absagen oder auf digitale Formate ausweichen, was ja immerhin besser war, als im „off“ zu bleiben.

Für unsere Einladung zur Mitgliederversammlung nach Dresden vom 23. bis 25. April 2021 gibt es noch keinen Flyer, sollten weitere Einschränkungen wegen der Pandemie nötig sein. Bis Ende Februar können wir ja das Hotel stornieren. Meine Bitte ist jedoch, dass Sie auf beiliegendem Abschnitt kundtun, ob Sie nach Dresden kommen wollen. Es wäre für unsere weitere Planung wichtig zu wissen.

Das Programm hängt auch von den dortigen Angeboten ab. Deswegen können wir – außer der Tatsache, dass Professorin Jennifer Wasmuth vom Ökumenischen Institut in Straßburg ihre Teilnahme auch jetzt aufrecht hält – keine weiteren inhaltlichen Einzelheiten mitteilen. Die Tagungskosten inkl. Frühstück für die Übernachtung im Hotel Martha betragen für 2 Nächte 158 Euro. Hinzu kommen noch die Verpflegungskosten und Gebühren für die Tagung und für die geplanten, jetzt noch nicht feststehenden Besichtigungen etc.

Zudem wollen wir uns ausgiebig mit der Frage beschäftigen, wie die Zukunft der AöK aussehen soll. Im letzten Jahr hatte ich diese Fragen mitgeschickt, die der Aufarbeitung bedürfen:

  1. Was schätze ich an der AöK?
  2. Was erwarte ich von der AöK?
  3. Was fehlt mir in der AöK?

Eine längere Liste mit Punkten für diesen Rundbrief liegt neben mir, von denen aber vieles wiederum überholt ist, eben weil alles im Moment unter Vorbehalt ist. Sehr erfreulich war, dass die Internationale ökumenische Gemeinschaft der deutschen Region ihre Fachtagung „Gemeinsam am Tisch des Herrn“ am 5. Dezember digital abhalten konnte. Sehr konzentrierte Vorträge von Dorothea Sattler (rk), Martin Hein (ev.-luth.) und Rosemarie Wenner (ev.-meth.) wurden von den Teilnehmenden mit guter Resonanz aufgenommen. Im Moment sind sich wohl alle darüber im Klaren, dass es keine ideale Lösung für ausgefallene Begegnungen gibt, aber dennoch dankbar, dass sich hochkarätige Referenten auf dieses digitale Format einlassen und somit der ökumenischen Bewegung einen Schub geben, der sonst nicht möglich wäre.

Es ist auch sehr schön, dass Peter Neuner in seinem in Entstehung begriffenen Buch „Ökumenische Erfahrungen“ die Una Sancta München und somit auch die AÖK als Vermittler der Theologie in die Gemeinden hervorhebt, was wohl unter den ökumenischen Initiativen eher selten ist.

Viele von uns sind mit intensiven Vorbereitungen für den Ökumenischen Kirchentag vom 12. bis 16. Mai 2021 in Frankfurt beschäftigt, von dem wir nun wissen, dass er zwar stattfinden wird, aber mit erheblichen Einschränkungen neu geplant werden muss. (Angedacht ist jetzt der 14. bis 16.Mai.) Es wird keine Agora geben, und auch die ACK Polis auf dem Liebfrauenberg muss sich umorientieren. Für alle, die bis jetzt mit intensiven Vorbereitungen beschäftigt waren und viel Zeit investiert haben, ist das natürlich eine herbe Enttäuschung. Denjenigen, die auf Informationen bezüglich anderer Formate der Beteiligung warten, empfehle ich die Web­site des ÖKT‘s zu befragen, damit sie über den aktuellen Stand Bescheid wissen.

Inzwischen hat der Altenberger Ökumenische Gesprächskreis sich mit dem Konflikt zwischen Luther und dem Papst intensiv beschäftigt und möchte am 3. Januar 2021 in einem Gottesdienst nach 500 Jahren daran erinnern mit folgender Fürbitte:

Gott, schenke uns Deinen Geist der Versöhnung.

Verleihe den Verantwortlichen in den Kirchen den Mut, alte gegenseitige Verurteilungen aufzuheben. Gib uns die Kraft, im Streit nie wieder zum Mittel der wechselseitigen Verdammung zu greifen. Schenke uns die Bereitschaft, die guten Absichten im Denken und Handeln unserer Schwestern und Brüder zu sehen. Lass uns unsere Schwesterkirchen als Bereicherung für uns selber entdecken und mit ihnen zusammen auf unserem künftigen Weg Dich bezeugen. Wir bitten dich, erhöre uns.

Wie sehr uns die Pandemie auch mit allen Gottesdiensten einschränkt, wissen Sie ja selbst. Dennoch möchte ich hier all denjenigen danken, die mit viel Phantasie und Energie auch digitale Gottesdienste gestaltet haben und ihre Chorleiter ermutigt, weiterhin digitale Chorproben abzuhalten. Es ist sicher ein großer Einschnitt, wenn man an den Feiertagen nicht „O du Fröhliche“ singen darf und die nächtliche Christmette vermissen muss.

Jedoch, wir planen weiter und verlieren nicht die Zuversicht, dass unsere Tagungen möglich sein werden.

Die nächste Tagung des Netzwerks Ökumene: konfessionsverbindende Paare wird vom 19. bis 21. März in Rudolstadt „Gemeinsam am Tisch des Herrn“ mit Prof. Dr. Martin Hein und Prof. Dr. Eberhard Tiefensee hoffentlich stattfinden. Das Haus hat ein Hygienekonzept mit Maskenpflicht. Anmeldung bei Beate Beyer (Spelterweg 1, 72072 Tübingen) bis zum 15. Januar 2021: E-Mail: beate@beyer.xyz.

Eine Vorankündigung zum 4. September 2021 Internationaler Bodensee-Schöpfungstag – Bregenz-Lindau-Romanshorn, den Sie sich in den Kalender eintragen können, wenn wir denn wieder reisen dürfen und die einmalige Chance besteht, drei Länder mit dem Schiff zu beteiligen, lassen Sie sich das nicht entgehen. Nähere Informationen bei der Geschäftsstelle der ACK in Frankfurt verena.hammes@ack-oec.de.

Zunächst aber erwartet uns der zentrale Gottesdienst zur Eröffnung der Gebetswoche für die Einheit der Christen am 24. Januar um 17.00 Uhr in der Hauptkirche St. Petri in Hamburg: Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen (Joh 15,8-9)“.

Die zentrale Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit „… zu Eurem Gedächtnis: Visual History“ findet am 7. März in der Stuttgarter Liederhalle statt, bei der auch die Buber-Rosenzweig Medaille an Christian Stückl verliehen wird, der die Oberammergauer Passionsspiele leitet und den Text hinsichtlich des christlichen Antijudaismus revidiert hat und immer weiter daran arbeitet.

Soweit die unter Vorbehalt geplanten ökumenischen Begegnungen, die uns die Möglichkeit geben, zu danken, wie weit wir es als ökumenische Geschwister schon gebracht haben.

Ich möchte auch alle einladen, eine Kerze für diejenigen anzuzünden, denen es nicht gut geht, die sich jetzt alleingelassen fühlen. Sie sollen wissen, dass wir für sie beten und dass wir hoffen, dass das warme Licht des Weihnachtssterns sie sicher durch die Finsternis ins neue Jahr geleitet und sie behütet sind. Und wir können ein Gedicht von Isabella Schneider in diesen merkwürdigen Corona-Tagen lesen:

Vielleicht geht er durch unsere Straßen der Engel der Weihnacht
Lächelt all unseren Sorgen zärtlich ins Gesicht
Flüstert leise „Seht doch“
Und legt über die ausgetretenen Stufen des Dezembers
Einen Teppich ganz aus Licht.

So wünsche ich im Namen des Vorstandes allen gesegnete Feiertage und ein gesundes, behütetes neues Jahr 2021 und freue mich, wenn wir uns endlich wieder sehen.

Ihre, Eure
Gudrun Steineck

Landesbischof Friedrich Kramer
in den Vorstand der ACK in Deutschland gewählt

Leitender Theologe aus Evangelischer Kirche in Mitteldeutschland
folgt auf Bischof em. Prof. Dr. Martin Hein

 
 
 
 

Landesbischof Friedrich Kramer von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland ist neues Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). Die heute tagende ACK-Mitgliederversammlung wählte den 55-jährigen Theologen aus Magdeburg in das fünfköpfige Gremium. Kramer folgt im Vorstand als Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) auf Bischof em. Prof. Dr. Martin Hein, der im September 2019 in den Ruhestand gegangen war und bereits zuvor angekündigt hatte, in diesem Jahr auch aus dem Vorstand der ACK auszuscheiden.

 
 

Als neues stellvertretendes Mitglied für die Deutsche Bischofskonferenz ist der Augsburger Bischof Dr. Bertram Meier in den ACK-Vorstand gewählt worden. Er folgt auf Bischof Dr. Georg Bätzing, der seit März 2020 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist und daher für die Vorstandsaufgabe nicht mehr zur Verfügung steht. Die Mitgliederversammlung tagt aufgrund der Hygieneschutzmaßnahmen erstmals digital, die Beratungen der Delegierten aus den Mitgliedskirchen sind bis zum Abend angesetzt.

 
 

Auf der Tagesordnung standen außerdem unter anderem folgende Themen: das Jahr der Ökumene 2021/22, das interreligiöse Dialogprojekt „Weißt Du, wer ich bin“ und 500 Jahre Täuferbewegung. Die Mitgliederversammlung tagte am 16. September 2020. Die ausführliche Pressemitteilung finden Sie hier.