Schön, dass Sie bei der AöK reinschauen!

Hier der aktuelle Sommer-Rundbrief 2026 unserer 1. Vorsitzenden Gudrun Steineck:

Sommer-Rundbrief 2026
für unsere Mitglieder und Freunde

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe AöK-Geschwister, Ihr Lieben nah und fern!

Von Paul Gerhardt, dessen Todesjahr sich zum 350. Male jährt, möchte ich Euch und Ihnen eine Strophe eines Liedes mit in den Sommer geben:

„Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn,
werf all Angst, Furcht und Schmerz in Meerestiefen hin.“

Mit dieser Bitte, die sich erfüllen möge. können wir gut an unsere Arbeit gehen, von der ich ein wenig erzählen möchte:

Viele von uns haben wenig Einblick in die Ökumene in Portugal, das wurde durch die IEF (Internationale Ökumenische Gemeinschaft) mit einer Mini-Konferenz in Lissabon im März durch die unterschiedlichen Vertreter der dortigen Kirchen sehr anschaulich in den Blick genommen. Wir hatten auch Gelegenheit Fatima, die größte Pilgerstätte in Europa, zu besuchen, wo wir in einer Nische ein Bruchstück der Berliner Mauer fanden, als Zeichen, dass Frieden ohne Gewalt möglich sein kann, – sehr berührend!

Die Zunahme von Rassismus und Gewalt beunruhigt uns zunehmend. Wir hoffen, dass der Vortrag von Michel Friedman anlässlich der Eröffnung der Bayreuther Festspiele hilft, die Wachsamkeit gegenüber Fanatikern zu stärken und weiter für ein friedliches Miteinander zu kämpfen, damit wir in Freiheit miteinander leben können.

So freuen wir uns auch über den neuen Preisträger der Buber-Rosenzweig Medaille, den der deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit 2026 an Professor Dr. Christian Rutishauser SJ verliehen hat. Er ist ein führender katholischer Vertreter im christlich-jüdischen Dialog in der Schweiz, in Deutschland, im weiteren Europa und weltweit und hilft, Respekt und Dialogfähigkeit zu fördern. Er lehrt an der Universität Luzern als Professor für Judaistik. 

Unsere AöK Tagung in Kloster Oberzell bei Würzburg hat mit dem Thema „Ethik und Spiritualität“ und anspruchsvollen Referenten ein weites Spektrum aufgezeigt, angefangen mit Abt Marianus aus Niederaltaich und der im Kloster gelebten Spiritualität, weiter war mit Werner Thiessen der Rolle der Propheten in der Bibel nachzugehen, um danach über die Verantwortung des Weltkirchenrates mit Martin Hein nachzudenken (Es ist möglich zur Vertiefung, die Vorträge  von Thiessen und Hein für die Teilnehmenden bei mir als Mail-Anhang anzufordern.) Nach einem Besuch in Veitshöchheim in der Synagoge und den wunderbaren Schlossgärten, ließ es sich auf dem Main fröhlich dahingleiten. Ein heiterer Abend in Würzburg bei gutem Essen und ebenso inspirierenden Gesprächen schloss den inhaltlichen Teil unserer Tagung ab, um am nächsten Morgen dankbar einen sehr eindrucksvollen Gottesdienst mit Marita Krüger und Matthias Binder zu feiern. Die anschließende Mitgliederversammlung wählte Matthias Binder zum 2. Vorsitzenden, der diese Stelle von Stefan Meyer übernahm. Matthias Binder ist seit dem vergangenen Jahr Mitglied und arbeitet als Klinikseelsorger in Murnau.

Weil wir unsere nächste Tagung in Magdeburg vom 9. bis 11. April 2027 im Roncalli Haus gebucht haben, bitte ich darum, sich schon jetzt diesen Termin vorzumerken, damit wir uns zum Thema Taufe wiedersehen können. Die Einzelheiten werden mit dem Winterrundbrief bekannt gegeben. Ein Tipp: Man kann sich zur Vorbereitung im Internet über die Tauferklärung informieren. Und sich daran erinnern, dass Eberhard Jüngel Schüler des Domgymnasiums war, als es noch nicht „ökumenisch“ hieß. Das ÖDG wurde von unserem Mitglied Erika Opelt-Stövesandt aus Bremen 1992 mitbegründet.

Katholikentag in Würzburg vom 13. bis 17. Mai 2026: Unsere Vorstandsmitglieder Dorothea Sattler, Claudio Ettl und Stefan Meyer waren aktiv am Katholikentag beteiligt und freuten sich darüber, dass Bundespräsident Steinmeyer bei der Eröffnung sehr eindringlich für mehr Ökumene geworben hat. Ein wichtiges Element war zudem, dass erstmals auf einem Katholikentag Die Demokratiekirche als Labor für eine starke Zivilgesellschaft vorgestellt wurde, und dass eine Frage gestellt wurde, die über den engeren katholischen Bereich hinaus alle Kirchen gleichermaßen beschäftigt: die Frage nach dem Schutz unserer Demokratie.

„Wie glaubwürdig heute Kirche in der Gesellschaft für Demokratie eintritt, hängt nicht zuletzt daran, ob sie selbst den Maßstäben gerecht wird, die sie nach außen vertritt. Demokratie bedeutet gleichberechtigte Teilhabe aller und sie verlangt ein entschiedenes Eintreten gegen jede Form der Diskriminierung“, so der Initiator der Demokratiekirche, der Würzburger Hochschulpfarrer Burkhard Hose.

Weitere Impressionen zum Katholikentag finden sich im so genannten „Aftermovie“, einer filmischen Zusammenfassung – entweder über den direkten Link https://vimeo.com/1195612065 oder über www.katholikentag.de.

Im Juni konnte bei herrlichem Sommerwetter unser Mitglied Philoxenia (Freundeskreis katholischer, evangelischer und orthodoxer Christen) sein 60-jähriges Jubiläum als Studientagung der evangelischen und katholischen Akademie in Bayern mit anschließendem Festakt in der katholischen Akademie feiern. Eröffnet wurde die Tagung mit einem Besuch in der äthiopischen Tewahedo Gemeinde. Es folgten in der Akademie erhellende Vorträge und Responses von Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Kirchen, die sich auseinandersetzten mit der Frage: „Mehr als Migration und Integration? Orthodoxe Christen in Deutschland: Herausforderungen und Chancen für den ökumenischen Dialog“. Der Festvortrag vom rumänische-orthodoxen Geistlichen Prof. Dr. Vasile-Octavian Mihoc (ÖRK in Genf) gehalten. Beim Festakt waren mehrere Bischöfe bzw. Metropoliten aus den östlich-orthodoxen, orientalisch-orthodoxen und evangelischen Kirchen anwesend. Leider musste sich der katholische Ortsbischof aus terminlichen Gründen vertreten lassen. Die geistlich-musikalische Ausgestaltung übernahmen der griechisch-orthodoxe liturgische Chor und der armenische Frauenchor Shoger aus München. Einen Höhepunkt stellte auch die Preisverleihung im Rahmen eines Kompositionswettbewerbs dar, den die Philoxenia 2025 ausgeschrieben hatte. Thema der Ausschreibung war, anlässlich des Jubiläumsjahrs, die Vertonung des Nizänisch-konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnisses. Zwei Musikerinnen wurden für ihre Werke ausgezeichnet. Die beiden Uraufführungen stießen auf großen Applaus. Ihren Abschluss fand die Tagung in den Räumen der griechisch-orthodoxen Gemeinde.

Die AcK in Deutschland hat ein neues Mitglied: die Neuapostolische Kirche mit ihrem neuen Stammapostel Helge Muschler. Wir gratulieren herzlich! Wir hingegen haben leider ein Mitglied verloren, weil die ökumenische Kommission für pastorale Fragen in Sachsen-Anhalt aufgelöst wurde, was wir sehr bedauern. So hoffen wir aber auf neue Interessierte, denen es wichtig ist, dass Kirchen nicht weiter an Bedeutung verlieren.

Am 15. September wird in der St. Hedwigskathedrale in Berlin die revidierte Fassung der Charta Oecumenica in Deutschland unterzeichnet

Die deutsche Region der IEF tagt vom 9. bis 11. Oktober 2026 in Volkenroda zum Thema „Christliche Lebensgemeinschaft im sälularen Umfeld“ Anmeldung bei Bernd.Karrasch@onlinehome.de oder Tel. 02206-9140481 bis 31. Juli 2026.

Der Una Sancta Arbeits- und Freundeskreis trifft sich in diesem Jahr wieder am 8. Oktober 2026 in St. Benno in München. Prof. Dr. Reinhard Thöle wird sich mit „Interkonfessionellen Analysen und der Ökumene ohne Heiligtum“ befassen. Der Abend beginnt mit einem Gottesdienst in der Krypta von St. Benno um 17.30 Uhr und endet mit dem Abendsegen um 22 Uhr. Bitte bis zum 15. September bei Gudrun Steineck anmelden: Gudrun.Steineck@elkb.de.

Wer jetzt schon seinen Urlaub für nächstes Jahr plant, könnte vielleicht vom 22. bis 28. Juni 2027 in die Bretagne nach St. Jacut de la Mer zur Internationalen Konferenz der IEF fahren, um die Vielfalt der internationalen ökumenischen Arbeit kennen zu lernen.

Für viel Diskussionsstoff sorgte das Verbot der Laienpredigt in der Eucharistiefeier durch den Vatikan, ein schwieriges Thema, das nicht einfach zu lösen ist.

Nach Lösungen sucht man ebenfalls in der Klinikseelsorge, ob sie überkonfessionell – und überreligiös sein soll. Es ist bekannt, dass gerade im Rahmen der funktionalen bzw. kategorialen Seelsorge (Kliniken, Gefängnisse, Notfallseelsorge etc.) die beiden „großen“ Kirchen gut aufeinander eingespielt sind, und konfessionelle Hürden kaum noch eine Rolle spielen. Denn das neueste deutschlandweite Seelsorgepapier von Ende 2025 ist von vorneherein ökumenisch. Leider muss sich das Papier mit dem traurigen Thema der Seelsorge in einem potenziellen Spannungs-, Bündnis- oder Verteidigungsfall auseinandersetzen, der auf Deutschland zukommen könnte. Ökumenische Schwierigkeiten lassen sich aber aus dem Papier nicht ablesen.

Es gäbe noch viel zu berichten, aber wir suchen ja das Gespräch miteinander, und so hoffe ich, dass wir uns im kommenden Jahr in Magdeburg wiedersehen und austauschen können und dass unsere Mitglieder, die krank sind und Kummer haben, wissen, dass wir sie in unsere Gebete einschließen, damit es ihnen besser geht und wir darauf vertrauen, dass uns die Zukunft in unserem Glauben trägt.

So wünsche ich im Namen unseres Vorstandes allen unseren Mitgliedern erholsame Sommertage! Bitte gebt weiterhin acht und bleibt gesund und behütet bis wir uns wiedersehen!

Ihre/Eure Gudrun Steineck 

Hier der aktuelle Winter-Rundbrief 2025/26 unserer 1. Vorsitzenden Gudrun Steineck:

Winter-Rundbrief für unsere Mitglieder und Freunde
Dezember 2025

Ich sagte zu dem Engel,
der an der Pforte des neuen Jahres stand:
Gib mir ein Licht,
damit ich sicheren Fußes der Ungewissheit
entgegengehen kann!
Aber er antwortete:
Gehe nur hin in die Dunkelheit
Und lege deine Hand in die Hand Gottes!
Das ist besser als ein Licht
Und sicherer als ein bekannter Weg!
(aus China)

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe AöK-Geschwister,

es ist nicht leicht, Vertrauen in der Dunkelheit zu haben, die uns in diesen unruhigen Zeiten umgibt. Aber war es nicht immer schon so, dass Generationen vor uns dieses Gottvertrauen bewiesen haben und schwierige Zeiten sie nicht mutlos gemacht haben?

Von allen Seiten werden wir mit negativen Nachrichten überschüttet. Leicht vergessen wird dabei leider die positiven, die es gibt und an denen wir uns orientieren können. Wie es in der neuen Friedensschrift der EKD heißt: 

„Die Kirche bringt das Evangelium als Perspektive der Hoffnung ins Gespräch: nicht als fertige Lösung, sondern als Einladung zum verantwortlichen Handeln und sagt damit aus, dass Friede mehr ist als Sicherheit“. (Den Text gibt es bei der EKD zum Herunterladen oder als Buch ISBN 978-3-374-07980-3).

Wie „verantwortliches Handeln“ und Spiritualität zusammengehören, werden wir bei unserer nächsten Jahrestagung bedenken: „Gott erfahren und ethisch handeln – Spiritualität aus ökumenischer Verantwortung.“ Herzliche Einladung dazu ins Kloster Oberzell bei Würzburg vom 17. bis 19. April 2026

Der Una Sancta Freundes- und Arbeitskreis in München leistete im Oktober mit Bischof em. Dr. Walter Klaiber einen wertvollen Beitrag zur veränderten Sicht der Kirchen zum Thema „Ist Feindesliebe von gestern? Wie kriegstüchtig und wie verteidigungsfähig sollen wir sein? Neutestamentliche Anfragen an Kirche und Gesellschaft heute“.

Endlich wurde am 5. November 2025 in Rom die revidierte Fassung der Charta Oecumenica unterzeichnet. Dies war durch den Tod von Papst Franziskus verschoben worden. Auf der Website der ACK in Deutschland kann sie heruntergeladen werden. Diese Leitlinien geben viele Anregungen zum verantwortlichen Handeln für die Zusammenarbeit der Kirchen in Europa.

Diesem verantwortlichen Handeln stellt sich auch Papst Leo XIV. beim Treffen mit Patriarch Bartholomäus von Konstantinopel und weiteren Repräsentanten von Kirchen anlässlich des Glaubensbekenntnisses von Nizäa vor 1700 Jahren in der Türkei und im Libanon.

Der Freundeskreis der Philoxenia trifft sich im Norden vom 23. bis 25. Januar 2026 im Kloster Nütschau zu einer Begegnung mit der bulgarischen Kirche. Anmeldung direkt in Kloster Nütschau, Schloßstr. 26, 23843 Grafenbrück (Tel. 04531 504 140, E-Mail: empfang@haus-sankt-ansgar.de).

Die deutsche Region der Ief hatte ihre Jahrestagung vom 3.-5.Oktober mit Bischof Damian im Kloster Brenkhausen. Die Internationale Ökumenische Gemeinschaft hält ihre Mini-Konferenz vom 18. bis 22. März 2026 in Lissabon. Infos bei Gudrun Steineck.

Der Weltgebetstag der Frauen „Kommt! Bringt eure Last!“ stammt aus Nigeria und wird am 6. März 2026 in vielen Gemeinden gefeiert.

Die Woche der Brüderlichkeit – sie heißt jetzt „Woche für christlich-jüdische Zusammenarbeit“ – findet vom 8. bis 15. März 2026 statt. Das Thema wird noch bekanntgegeben.

Leider sind unsere finanziellen Möglichkeiten sehr begrenzt. So ist uns die Teilnahme mit einem Stand an der Kirchenmeile beim Katholikentag in Würzburg vom 13. bis 17. Mai 2026 leider nicht mehr möglich. Doch wir können auf die ökumenischen Angebote hinweisen, die interessant sind, wenn jemand teilnehmen möchte. Auf der „Kirchenmeile“ zwischen Alter Brücke und Friedensbrücke wird es eine kleine „ACK-Polis“ geben. Verantwortet wird sie von der ACK Deutschland in Kooperation mit der ACK in Bayern und fünf unterfränkischen lokalen Arbeitsgemeinschaften christlicher Kirchen. Zu den jetzt bekannten Veranstaltungen gibt es am 15. Mai einen Workshop „Sei mutig und stark. Chancen und Grenzen der Ökumene“, und am Nachmittag einen ökumenischen Gottesdienst im Würzburger Dom. Weitere ökumenische Angebote im offiziellen Veranstaltungsprogramm des Katholikentags werden noch veröffentlicht.

Zu den guten Nachrichten gehört auch, was Dorothea Sattler über die Entwicklungen in ihrer Kirche sagt:

Wir nehmen in christlicher Gemeinschaft auch Anteil an den konfessionell unterschiedenen Kirchen. In der römisch-katholischen Kirche werden die Bemühungen immer stärker, sich als eine synodal formierte Glaubensgemeinschaft in der Welt von heute zu verstehen. Nach den beiden Weltsynoden 2023 und 2024 haben sich weltweit in jeder Diözese „Synodale Teams“ gebildet, die in ihren Wirkungsbereichen für eine entsprechende Haltung eintreten. Anvisiert ist derzeit ein gemeinsamer Weg der Beratung auf diözesaner, nationaler, kontinentaler und weltkirchlicher Ebene bis zu einer universalen Kirchenversammlung im Jahr 2028. Aufeinander aufmerksam hören und geduldig miteinander sprechen – so soll es sein.

Im Weltkontext sind die Situationen, die Nöte und Anliegen sehr unterschiedlich. In Deutschland zeichnet sich in diesen Monaten ab, dass sich der Synodale Weg fortsetzt: Die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken haben sich auf eine neue Form der Zusammenarbeit verständigt, bei der die kluge Beratung von entscheidender Wirksamkeit sein soll: Eine „Synodalkonferenz“ wird im Jahr 2026 voraussichtlich konstituiert werden, in der Bischöfe zusammen mit Laien über alles sprechen, was aktuell von Bedeutung ist. Die Themen, die beim „Synodalen Weg“ wichtig waren, sind nicht vergessen: Teilhabe aller Christgläubigen an der Gestaltung des kirchlichen Lebens; die Versuchung zum Machtmissbrauch (auch) in Form sexualisierter Gewalt; die offenen Fragen im Blick auf die Geschlechtergerechtigkeit bei der Übernahme von kirchlichen Diensten und Ämtern; die Segnung von Menschen, die sich lieben.

Wenn wir immer wieder hören, dass in der Ökumene nichts vorangeht, so möchte ich doch an das 2. Vatikanische Konzil vor 60 Jahren erinnern, das vielen Christen eine Aufbruchsstimmung bescherte, und die im Nachklang mit der Würzburger Synode ein Hoffnungszeichen setzte. Wir sollten nicht vergessen, was danach alles möglich wurde, selbst wenn es durch die vielen Kirchenaustritte nicht einfacher wird. Und wenn wir auch unser Netzwerk Ökumene auflösen mussten, so waren doch einige der ehemaligen Teilnehmenden der Ansicht, dass man sich doch auch weiterhin treffen könnte. Und das tun wir auch, ganz inoffiziell vom 13. bis15. März 2026 bei Heidelberg und freuen uns darauf.

Ebenso wie auf die 60-Jahrfeier der Philoxenia in der katholischen Akademie in München, die vom 19. bis 21. Juni 2026 stattfinden wird und mit einem interessanten Programm aufwarten kann. Nähere Infos stehen im neuen Jahr zur Verfügung.

In der Weihnachtszeit sei all derer gedacht, die aus Gesundheitsgründen nicht mehr an den Tagungen teilnehmen können oder die den Verlust eines lieben Menschen verkraften müssen. Wir möchten, dass sie auf diesem Wege erfahren, dass sie weiter in unserer Mitte sind und schließen sie in unsere Gebete ein.

Im Namen des Vorstandes wünsche ich allen unseren Freunden gesegnete Weihnachtstage und hoffe, dass das Licht der Weihnacht sie ins neue Jahr begleiten möge.

Ihre / Eure Gudrun Steineck 

Ökumenepreis für Johanna Rahner
Herzlichen Glückwunsch!

Unser Mitglied Prof. Dr. Johanna Rahner hat den Ökumene-Preis der Katholischen Akademie in Bayern erhalten! Sie ist Lehrstuhlinhaberin für Dogmatik, Dogmengeschichte und Ökumenische Theologie sowie Direktorin des Instituts für Ökumenische und Interreligiöse Forschung an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

Die Akademieleitung würdigt mit dem Preis die wissenschaftliche Arbeit von Johanna Rahner, die seit zwei Jahrzehnten Bücher, Artikel, Lexikoneinträge und Rezensionen rund um das Thema Ökumene schreibt. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte: „Ökumenische Theologie und ihre ekklesiologischen Problemfelder“.

In der Begründung heißt es: „Wie in ihrer gesamten Arbeit analysiert sie auch hier messerscharf schwierige Themen und spricht verbesserungswürdige Zustände auf allen Seiten durchaus offen und pointiert an – und überzeugt in ihrer Argumentation mit dem höchsten und präzisesten theologischen Niveau. Für Johanna Rahner besteht die Ökumene nicht in halbherzigen Kompromissen, sondern in der gemeinsamen und gründlichen Suche nach der Wahrheit – was auch dazu führen kann, dass man die eigene Position aus guten Gründen ändert, heißt es weiter in der Preisbegründung. In Diskussionen verweist sie auch immer wieder auf verschüttete, in einem tieferen Sinne ‚katholische‘ Traditionen und versucht, Engführungen aus der Vergangenheit zu überwinden.“

Preisträger der vergangenen Jahre waren die Internationale Nagelkreuzgemeinschaft Coventry, Kardinal Reinhard Marx zusammen mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und der heutige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Gudrun Steineck, unsere 1. Vorsitzende, hat die AöK in Karlsruhe vertreten. Dort war die 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK).

Alle acht Jahre trifft sich diese Vollversammlung, und zum ersten Mal in der über 70-jährigen Geschichte des ÖRK war dies in Deutschland vom 31. August bis 8. September 2022.

Als neues stellvertretendes Mitglied für die Deutsche Bischofskonferenz ist der Augsburger Bischof Dr. Bertram Meier in den ACK-Vorstand gewählt worden. Er folgt auf Bischof Dr. Georg Bätzing, der seit März 2020 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist und daher für die Vorstandsaufgabe nicht mehr zur Verfügung steht. Die Mitgliederversammlung tagt aufgrund der Hygieneschutzmaßnahmen erstmals digital, die Beratungen der Delegierten aus den Mitgliedskirchen sind bis zum Abend angesetzt.