Schön, dass Sie bei der AÖK reinschauen!

Noch ist auf unserer neugestalteten Website nicht viel zu sehen. Das wird sich schon noch steigern …

Neu: Ein lesenswerter Vortrag von Bischof Heiner Wilmer in der Rubrik Texte.

Unsere nächste Jahrestagung:
Fr., 28. bis So., 30. April 2023
in Nürnberg im Caritas-Pirckheimer-Haus

Gudrun Steineck, unsere 1. Vorsitzende, hat die AöK in Karlsruhe vertreten. Dort war die 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK).

Alle acht Jahre trifft sich diese Vollversammlung, und zum ersten Mal in der über 70-jährigen Geschichte des ÖRK war dies in Deutschland vom 31. August bis 8. September 2022.

Hier der aktuelle Sommer-Rundbrief 2022 unserer 1. Vorsitzenden Gudrun Steineck:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe AöK-Geschwister, Ihr Lieben nah und fern,

Geht es Ihnen und Euch auch so, dass Ihr das Gefühl habt auf einer Wippe zu sitzen? Mal geht sie rauf, mal geht sie runter, keiner weiß in dieser komplizierten Zeit mit steigenden Coronazahlen und dem entsetzlichen Krieg in der Ukraine, wie er es anstellen soll , ein „normales“ Leben zu führen. Da bin ich nach langer Zeit auf das älteste deutsche Gebet, das berühmte Wessobrunner Gebet gestoßen, das folgendermaßen endet:

Gott, Allmächtiger,
der Du Himmel und Erde erschaffen hast
und den Menschen so viele gute Gaben gegeben hast,
gib mir in Deiner Gnade rechten Glauben und guten Willen,
Weisheit und Klugheit und Kraft, dem Teufel zu widerstehen,
und das Böse zu meiden
und Deinen Willen zu verwirklichen.

Die Kraft, dem Teufel zu widerstehen, das wünschen wir denjenigen, die so viel Unglück und Leid über unsere Welt bringen und uns , dass wir die guten Gaben verwenden, um dieses Leid zu lindern.

Ein Jahr ist vergangen, mit vielen Einschränkungen, langsam atmen wir wieder auf, doch Vorsicht ist weiter geboten, damit wir uns wiedersehen können und die vielen Fragen miteinander besprechen können, die so lange darauf gewartet haben beantwortet zu werden.

Glücklicherweise konnte unser Netzwerk Ökumene in diesem Jahr seine Tagung in Rudolstadt mit Bischof Kramer und Prof. Dr. Koziel halten, die wesentliche Impulse für die workshops zum Tagungsthema “wie können wir morgen Kirche/Gemeinde leben“ gaben.

Leider war dann die AöK-Tagung in Dresden Corona-gebeutelt, jedoch für den kleinen Kreis der Gesunden sehr spannend, weil es um Fundamentalismus und den Missbrauch der Religionen durch politische Extremisten ging. Professorin Wasmuth und der Generalsekretär des ZDK Marc Frings, verschafften uns den notwendigen Einblick in diesen schwierigen Bereich und die anschließenden Diskussionen zeigten, dass wir im kommenden Jahr diese Thematik weiter verfolgen müssen. Das bewährte Rahmenprogramm erfreute nach anstrengenden Diskursen unsere Mitglieder und man spürte, wie sehr wir zwei Jahre lang die Begegnungen vermisst haben.

Danach waren unsere Aktivitäten auf den Katholikentag in Stuttgart gerichtet. In diesem Jahr war unser Stand klein, wir konnten aber durch die Mitarbeit vom Una Sancta Arbeits- und Freundeskreis und Ief (deutsche Region) genügend kundige Ökumeniker am Stand versammeln, die auf die Fragen der Besucher antworteten wie z.B. „Wie geht es mit dem Synodalen Weg weiter? Reformen müssen bald kommen, um einen weiteren Rückzug, auch der Engagierten zu vermeiden, Schrumpft sich die Kirche gesund? Oder wird sie zur Sekte? Wie kann der Pflichtzölibat angesichts der pastoralen Not in den Gemeinden noch verantwortet werden? Oder wann erfolgt die längst fällige Korrektur des Kirchenrechts? Wann wird endlich das Diakonat der Frauen eingeführt, die wesentliche Arbeit in den Kirchen leisten?“ Diese Fragen stehen seit Jahren im Raum, und es war nicht immer einfach bei ihrer Beantwortung Zuversicht zu verbreiten. Das versuchte auch unser Netzwerk Ökumene neben uns vorbildlich.

Hilfreich war wie immer unser bewährtes Ökumene-Quiz, um Menschen für Ökumene zu interessieren. Ihnen konnten wir auch gleich das überarbeitete Literaturverzeichnis ökumenische Basisliteratur in die Hand drücken.

Wir haben uns gefreut, dass die ACK mit ihrer Polis an einem so prominenten Platz ihre vielen Ideen verwirklichen konnte, waren aber doch sehr enttäuscht, dass seit vielen Jahren die ökumenische Basisarbeit und ihre Vertreter immer wieder nur am Rande des Geschehens zu finden waren. Die Besucher, die zu hochkarätigen Vorträgen in die Liederhalle kamen, hasteten danach gleich zur Haltestelle, um zu den nächsten spannenden Ereignissen zu gelangen und verloren sich kaum zu den wenigen Zelten.

Die Themenbereiche waren mit den uns verstörenden Tatsachen des Krieges in der Ukraine „Verantwortung teilen, Sicherheit neu denken. Christliche Friedensethik trifft auf Politik“ und den ethischen Auseinandersetzungen wie zum assistiertem Suizid und dem Klimawandel gut besetzt und zogen viele in ihren Bann.

Ein zentraler Höhepunkt war der ökumenische Gottesdienst, ein Beispiel dafür, dass gemeinsame Gottesdienste und Kirchentage ein Gebot der Stunde sein sollten, um die fortschreitende Säkularisierung aufzuhalten.

An dieser Stelle möchte ich allen danken, die so engagiert mit uns diese Tage gestaltet haben und sichtbar machten, dass Ökumene ein Schatz ist, der wirklich unbezahlbar ist, wenn er denn gehoben wird. Der Katholikentag hatte zwar deutlich weniger Teilnehmende als sonst, zeichnete sich aber durch sehr gute inhaltliche Angeboten aus und begeisterte diejenigen, die dabei sein konnten. Und für diejenigen, die sich kundig machen wollen, gibt es jetzt online Konfessionskunde: Das ökumenische Wissensportal www.konfessionskunde.de, verantwortet vom Konfessionskundlichen Institut, Bensheim, und vom Adam-Möhler-Institut, Paderborn.

Die Internationale ökumenische Gemeinschaft, die ich auch als Vizepräsidentin vertrete, hält nach coronabedingter zweijähriger Pause nächste Woche ihre Konferenz in Liverpool ab „I will heal my people“ (Jer 33,6) Together in faith hope and action for a renewed world.

Die Ief (deutsche Region) feiert vom 31.10. bis 2.11.2022 ihr 50-jähriges Bestehen in Altenberg. Information bei Ute Kannemann (E-Mail: u.h.kannemann@t-online.de

Dann naht die Vollversammlung des Weltkirchenrates in Karlsruhe vom 31.8. bis 8.9.2022: „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“. Viele unserer Mitglieder werden daran teilnehmen und werden mit uns gemeinsam beten, dass das gelingt.

Der Una Sancta Arbeits- und Freundeskreis trifft sich in diesem Jahr wieder 25. Oktober in St. Benno. Einladung erfolgt gesondert und Professor Thönissen, der im vergangenen Jahr verhindert war, wird über die nicht gehobenen Schätze des 2. Vatikanums referieren.

Für die Kalenderplanung ist wichtig zu wissen, was schon feststeht, und so nenne ich nur noch wenige Termine wie

  • die Netzwerktagung in Braunfels 10.-12. Februar 2023 mit Dorothea Sattler,
  • die Philoxenia Tagung in Kloster Nütschau vom 17.-19. Februar 2023,
  • die AöK Jahrestagung vom 28.-30. April 2023 in Nürnberg,
  • den Evangelischen Kirchentag vom 7.-11. Juni 2023 in Nürnberg. Wir freuen uns über Helfende am Stand.

Jetzt wünsche ich im Namen unseres Vorstandes allen erholsame Sommertage, bitte gebt weiterhin Acht und bleibt gesund und behütet.

Für unsere Mitglieder, die krank sind und Kummer haben, hoffen wir, dass es ihnen bald besser gehen möge und sie die Zuversicht nicht verlieren, sondern mit diesem Segen in den Sommer gehen können, der uns alle begleiten möge.

Sei gesegnet liebster Mensch
Lass das Gute in dir wohnen.
Denke frei und unbeschwert.
Tue deiner Hände Werk.
Folge fröhlich deinen Wegen.
Singe, tanze, lache, lebe.
Breite deine Flügel aus
Wandre du dem Glück voraus
Und sei du selbst ein Segen
(Candolini)

Ihre / Eure
Gudrun Steineck

Hier der aktuelle Winter-Rundbrief 2021/22 unserer 1. Vorsitzenden Gudrun Steineck:

Ihr Lieben nah und fern,
sehr geehrte Damen und Herren,

weiterhin hat uns die Pandemie fest im Griff – da sucht man manchmal im Bücherregal, um nach alten Weihnachtsgedichten zu forschen und zu hoffen, dass das Gefundene auch ein wenig von dem vermittelt, wonach wir uns sehnen.

Als ein behutsam Licht
Stiegst du von des Vaters Thron.
Wachse, erlisch uns nicht
Gotteskind, Menschensohn!

Mach, dass nicht allerwärts
Mensch wider Mensch sich stellt.
Führ das verratne Herz
hin nach der schönern Welt!

Frieden, ja ihn gewähr,
denen, die willens sind.
Dein ist die Macht, die Ehr,
Menschensohn, Gotteskind.

(Josef Weinheber 1892-1945)

Wenn uns bewusst wird, dass sein Verfasser zwei Weltkriege erlebt hat, dann relativiert sich vielleicht ein wenig der Unmut und das Gefühl der Lähmung, die dieses Virus uns aufdrückt. Diese Zeit, in der wir nur unter Vorbehalt planen und Inhalte jetzt wieder nur digital verabreden können, verliert ein wenig von dem Missmut, denn immerhin bleibt uns diese Möglichkeit der Verständigung.

In der Zeit zwischen Sommer und Herbst durften mehrere Präsenztagungen stattfinden, die durch die Wiedersehensfreude eine besondere Qualität bekamen. So die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Pforzheim mit dem Studientag . Einen solchen hatte auch die ACk in Bayern im Oktober zum Thema Verschwörungstheorien vorbereitet.

Die Internationale ökumenische Gemeinschaft (IEF) hat Gudrun Steineck im September zur internationalen Vizepräsidentin gewählt. Die deutsche Region konnte ihre Mitgliederversammlung in Paderborn abhalten, und die Anwesenden kamen in den Genuss von Vorträgen von Prof. Dr. Martin Hein und Prof. Dr. Thomas Söding zum Thema „Gemeinsam am Tisch des Herrn“ und den damit verbundenen Erfahrungen.

Der Leitungskreis der katholischen, evangelischen und orthodoxen Christen Philoxenia traf sich ebenfalls in Paderborn und Kloster Brenkhausen, um mit Bischof Damian eine Ägyptenreise vom 19. bis 27. September 2022 zu planen. Interessierte wenden sich bitte an Maria Wedewer-Steffen per E-Mail an: maria.wedewer.steffen@gmail.com.

Auch der Freundes- und Arbeitskreis der Una Sancta machte deutlich, wie wichtig das Miteinander ist, denn in letzter Minute musste der vorgesehene Referent Prof. Dr. Thönissen krankheitsbedingt absagen. Nach einem bewegenden Gottesdienst mit Pfarrer Sperrer, trafen sich die Freunde unter strengen Sicherheitsauflagen und haben die Gespräche miteinander sichtbar genossen. Für die Ökumene sind Begegnungen das Wichtigste, denn wir verstehen uns u.a. auch als Erzählgemeinschaften, wo Gelungenes weitergegeben werden kann.

Nun kommen ein paar Termine für die bereitliegenden Kalender:

Unsere Mitgliederversammlung in Dresden vom 29. April bis 1. Mai 2022 kann hoffentlich stattfinden. Als wir im vergangenen Jahr nach einem Thema suchten, war uns bewusst, dass wir unbedingt die Hintergründe der Polarisierung in unserer Gesellschaft beleuchten müssten und haben uns für „Fundamentalismus plus Antiökumenismus“ sowie für den „Missbrauch des Religiösen durch politische Extremisten“ entschieden. Die freudige Nachricht ist, dass nicht nur Professorin Jennifer Wasmuth (sie lehrt jetzt in Göttingen) sich das Wochenende freigehalten , sondern uns auch der katholische Referent Marc Frings vom ZdK zugesagt hat. Im Anhang fügen wir schon einmal ein provisorisches Anmeldeformular bei.  (Sobald das Programm feststeht, bekommen Sie den Flyer, wenn Sie sich angemeldet haben!)

Das weitere Programm hängt auch von den dortigen Angeboten ab. Deswegen können wir noch keine inhaltlichen Einzelheiten mitteilen. Die Tagungskosten inkl. Frühstück für die Übernachtung im Hotel Martha betragen für 2 Nächte ca. 175 Euro. Hinzu kommen noch die Verpflegungskosten und Gebühren für die Tagung und für die geplanten, jetzt noch nicht feststehenden Besichtigungen etc.

Zudem wollen wir uns ausgiebig mit der Frage beschäftigen, wie die Zukunft der AöK aussehen soll. Im letzten Jahr hatte ich diese Fragen mitgeschickt, die der Aufarbeitung bedürfen:

  1. Was schätze ich an der AöK?
  2. Was erwarte ich von der AöK?
  3. Was fehlt mir in der AöK?

Darüber wollen wir miteinander nachdenken und sind für Ihre und Eure Überlegungen dankbar.

Der zentrale Eröffnungsgottesdienst für die Gebetswoche für die Einheit der Christen findet im Kölner Dom am 23. Januar 2022 um 15.30 Uhr statt. Nähere Informationen bei der Geschäftsstelle der ACK in Frankfurt. E-Mail: verena.hammes@ack-oec.de.

Die Woche der Brüderlichkeit wird am 6. März 2022 in Osnabrück unter dem Motto „Fair Play – Jeder Mensch zählt“. 2022 eröffnet .

Die Buber-Rosenzweig Medaille geht an Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt und dem Verband MAKKABI Deutschland e.V. für ihr Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus .

Die nächste Tagung „Gemeinde von morgen: Ökumenisch denken!“ des Netzwerks Ökumene: Konfessionsverbindende Paare ist vom 18. bis 20. März in Rudolstadt mit Landesbischof Friedrich Kramer und Prof. Dr. Elmar Koziel. Das Haus hat ein Hygienekonzept mit Maskenpflicht. Anmeldung bei Beate Beyer (Spelterweg 1, 72072 Tübingen) bis zum 15. Januar 2022: E-Mail: beate@beyer.xyz.

Wir haben einen Stand beim Katholikentag vom 25. bis 29. Mai in Stuttgart angemeldet. Dringende Bitte : Helft uns dort und meldet Euch bei mir!

Wie es mit der Pandemie weitergeht, und ob wir beim Treffen des Weltkirchenrats dabei sein können, wissen wir im Moment noch nicht.

Auch möchte ich alle einladen, eine Kerze für diejenigen anzuzünden, denen es nicht gut geht, die sich jetzt alleingelassen fühlen. Sie sollen wissen, dass wir für sie beten und dass wir hoffen, dass das warme Licht des Weihnachtssterns sie sicher durch die Finsternis ins neue Jahr geleitet und sie behütet sind.

So wünsche ich im Namen des Vorstandes allen gesegnete Feiertage und ein gesundes, behütetes neues Jahr 2022 und freue mich, wenn wir uns endlich wieder sehen. Ihre/Eure Gudrun Steineck

Hier der Sommer-Rundbrief 2021 unserer 1. Vorsitzenden Gudrun Steineck:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe AöK – Geschwister, Ihr Lieben nah und fern,

„Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit“ – das Lied von Paul Gerhardt empfiehlt uns, sich an Gottes Schöpfung zu erfreuen. Und es passt in diese Zeit wie kein anderes, denn wir alle suchen etwas, worauf wir uns freuen dürfen, so auch die Begegnung mit den Menschen, die wir entbehrt haben und die uns so lange gefehlt haben. Allerdings treibt uns auch die Sorge um, dass diese Lockerungen womöglich nicht von Dauer sind. Darum haben wir nach reiflicher Überlegung unsere Jahresversammlung noch einmal verschoben und zwar vom 29. April bis zum 1. Mai 2022 wiederum in Dresden.

Was wir allerdings nicht verschieben können, ist unsere Mitgliederversammlung, die wir am 12. Juli 2021 um 19 Uhr digital abhalten müssen, um den gesetzlichen Bestimmungen zu genügen. Ich erbitte eine Anmeldung bis zum 6. Juli. Damit wir uns aber wenigstens, wenn auch nur virtuell, sehen können, gibt es eine weitere digitale Veranstaltung am 2. Juli um 19 Uhr um über neue Entwicklungen informiert zu werden.

Georgios Vlantis wird über „Mut ex Oriente. Zum neuen orthodoxen sozialethischen Dokument “Für das Leben der Welt“ sprechen, das im März 2020 veröffentlicht wurde und das das wichtigste theologische Ereignis des vergangenen Jahres für die Ostkirche darstellt. Die Orthodoxie will und kann am anspruchsvollen Dialog mit der modernen Welt teilnehmen. Georgios Vlantis wird den außergewöhnlichen Entstehungsprozess des Textes schildern und seine oft überraschenden Grundaussagen erläutern, u.a. in Themenbereichen wie Kirche und Staat, Sexualethik, Homosexualität, Menschenrechte, Ökologie, Politik, Säkulare Gesellschaft, Ökumene und interreligiöser Dialog. Anmeldung bei mir bis zum 22. Juni, damit ich den Link zur Einwahl schicken kann.

Schön ist es auch zu erfahren, dass die Synodalen der EKD eine junge Frau, Anne Nicole Heinrich zur Präses der Synode gewählt haben und einer 25-Jährigen zutrauen, eine zeitgemäße Sprache zur Verkündigung der frohen Botschaft für unsere Kirchen in die Gremien zu bringen.

Worüber wir uns sehr freuen können, dass die Initiative „Mit Luther zum Papst“, die von unserem Mitglied Christoph Tekaath 2016 ins Leben gerufen wurde, den Ökumenepreis der ACK in Deutschland gewonnen hat. Herzlichen Glückwunsch!! Auch in diesem Jahr wird vom 23. bis 30. Oktober wieder eine Pilgerreise nach Rom stattfinden, generations- und konfessionsübergreifend.

Wie sehr wir es bedauert haben, dass der Ökumenische Kirchentag nur in reduzierter Form stattfinden konnte und das zumeist digital, müssen wir hier nicht betonen. Viele Stunden der Vorbereitung sind vergebens gewesen, obwohl vor Ort auch kreative Veranstaltungen stattfanden. Aber das Flair eines Kirchentages mit herzlichen Begegnungen und lebhaften Diskursen fehlte doch sehr.

Selbst wenn wir das Glück hatten, sowohl mit dem Netzwerk Ökumene als auch mit der Internationalen ökumenischen Gemeinschaft digitale Tagungen möglich zu machen, so warten doch alle sehnsüchtig auf Präsenztagungen.

So können wir am 4. September 2021 den ökumenischen Tag der Schöpfung in Lindau wahrnehmen, der durch eine Schifffahrt Österreich und die Schweiz mit uns verbindet. Nach den vielen digitalen Zoomformaten sicherlich eine besonders reizvolle Art sich wieder zu begegnen.

Die Ief lädt zur nächsten Regional- und Fachtagung vom 8. bis 10. Oktober 2021 in Paderborn ein und möchte den Beitrag der Gemeinden und „Laien“ zur Umsetzung neuer Perspektiven zu Abendmahl und Eucharistie thematisieren. Als Referenten dabei Bischof em. Prof. Dr. Martin Hein, Prof. Dr. Thomas Söding und Frau Dr. Claudia Lücking-Michel.

Nachdem wir so viele Tagungen umdirigieren mussten, werden wir zum Una Sancta Tag in München voraussichtlich am 15. November in München einladen und hoffen, dass unser Referent Prof. Dr. Wolfgang Thönissen es möglich machen kann.

Im kommenden Jahr findet der Katholikentag mit dem Motto „Leben teilen“ vom 25. bis 29. Mai 2022 in Stuttgart statt. Wir wollen mit einem Stand dort vertreten sein.

Ebenso erwarten wir mit Spannung die Vollversammlung des Weltkirchenrates vom 31.8. bis 8.9.2022 in Karlsruhe: „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt.“ Wir suchen noch nach einer Möglichkeit, uns an dieser ökumenischen Weite zu beteiligen.

Aus der Orthodoxie gibt es noch zu berichten, dass die heilige Synode drei neue Bischöfe gewählt hat, uns wohlbekannt: Athenagoras Ziliaskopoulos, Ambrosius Koutsouridis und Emmanuel Sfiatkos. Wir wünschen ihnen für ihre neue Verantwortung Gottes reichen Segen!

Wir beten für alle, die in der monatelangen Abgeschiedenheit keine Kontakte haben durften. Sie sollen wissen, dass wir an sie denken.

Leider haben wir erst im Frühjahr erfahren, dass unser Gründungsmitglied Werner Keller im Oktober vergangenen Jahres verstorben ist. Diejenigen, die bei unserer 50-Jahrfeier in Berlin dabei waren, werden sich noch daran erinnern, wie er aus den Gründungsjahren der AöK erzählt hat, denn er war ein Ökumeniker der ersten Stunde, also einer, der sich vom 2. Vat. Konzil viel auch für die evangelische Kirche erhofft hatte. Vor allem lag ihm das ökumenische Miteinander an der Basis am Herzen. Darüber hinaus war er ein Kenner Israels. Für die Ökumenischen Kreise auf Bundesebene hat er zahlreiche Tagungen u.a. im Taunus mit verantwortet. Dabei hat er eng mit Pater Gerhard Voss und Lorenz Leibl zusammen gearbeitet. Eine tröstliche Vorstellung, dass diese drei nun in Gottes Nähe miteinander sind.

Auch unser langjähriges Mitglied Pfarrer Werner Heiserer ist im vergangenen Jahr heimgegangen. Auch er ist in Gemeinschaft derer, die uns den Glauben vorgelebt haben. Wir bleiben in dankbarer Erinnerung an sie und versuchen weiterzugeben, was wir von ihnen gelernt haben.

So grüße ich alle im Namen des Vorstands sehr herzlich und hoffe auf das digitale Wiedersehen im Juli
Ihre, Eure Gudrun Steineck

Landesbischof Friedrich Kramer
in den Vorstand der ACK in Deutschland gewählt

Leitender Theologe aus Evangelischer Kirche in Mitteldeutschland
folgt auf Bischof em. Prof. Dr. Martin Hein

Landesbischof Friedrich Kramer von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland ist neues Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). Die heute tagende ACK-Mitgliederversammlung wählte den 55-jährigen Theologen aus Magdeburg in das fünfköpfige Gremium. Kramer folgt im Vorstand als Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) auf Bischof em. Prof. Dr. Martin Hein, der im September 2019 in den Ruhestand gegangen war und bereits zuvor angekündigt hatte, in diesem Jahr auch aus dem Vorstand der ACK auszuscheiden.

 
 

Als neues stellvertretendes Mitglied für die Deutsche Bischofskonferenz ist der Augsburger Bischof Dr. Bertram Meier in den ACK-Vorstand gewählt worden. Er folgt auf Bischof Dr. Georg Bätzing, der seit März 2020 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist und daher für die Vorstandsaufgabe nicht mehr zur Verfügung steht. Die Mitgliederversammlung tagt aufgrund der Hygieneschutzmaßnahmen erstmals digital, die Beratungen der Delegierten aus den Mitgliedskirchen sind bis zum Abend angesetzt.

 
 

Auf der Tagesordnung standen außerdem unter anderem folgende Themen: das Jahr der Ökumene 2021/22, das interreligiöse Dialogprojekt „Weißt Du, wer ich bin“ und 500 Jahre Täuferbewegung. Die Mitgliederversammlung tagte am 16. September 2020. Die ausführliche Pressemitteilung finden Sie hier.